TuS St. Arnold e.V. Karate-Do

Goju-Ryu Karate

Grußwort vom Bürgermeister

Grußwort von Franz Möllering, Bürgermeister von Neuenkirchen.

Tradition

Unter „Tradition“ ist nach dem Duden Überlieferung, Herkommen, Brauch zu verstehen.
Traditionalismus ist mit „bewusstes Festhalten an der Tradition“ zu übersetzen. Im Karate-Do stellt sich die Frage, wie weit muss ich zurückgehen, um an die „Wurzeln“ des Karate-Do zu gelangen? Reicht schon die Zeitspanne einer Generation (25 Jahre) aus oder muss ich tiefer bis in die frühe Entwicklungsgeschichte zurückgehen? Oder ist die Tradition heute noch gegenwärtig?
Im TuS St. Arnold e.V. nähern wir uns der Tradition des Karate-Do in unserem Training über fünf unterschiedliche Aspekte:
 
  • physischer Aspekt. Im traditionellen Karate-Do spielt die körperliche Stärke eine besondere Bedeutung. Aus diesem Grunde sind eine Vielzahl von Konditions- und Kräftigungsübungen Bestandteil des traditionellen Karate-Dos. Die Berichte über alte Lehrmeister und Dojos´s beinhalteten viele Übungen mit einfachen Hanteln aus Steinen, Tonkrügen usw. So sprechen denn auch alte Karatemeister vom „Kettenhemd“ des Körpers. Hierunter ist die starke Muskulatur des Rumpfes und der Gliedmaße, die ein Karate-Ka sich antrainiert haben sollte. Die Trainingsgeräte und –methoden sind moderner geworden, die konditionellen Übungen stehen auf dem Prüfstand der Gesundheitsphilosophie, dennoch ist der physische Aspekt noch heute ein wesentlicher Bestandteil des traditionellen Karate-Do.
  • der wirkungsorientierte Aspekt. Das traditionelle Karate-Do spiegelt die in der Entstehungsgeschichte Situation des „kämpferischen Überlebens“ wieder. Hierbei ging es nicht darum, „zuerst“ eine Technik am Gegner anzubringen, sondern eine Technik zu platzieren, die eine starke Wirkung am Gegner zeigt. Nach der Philosophie der Samurai musste darüber hinaus jede Technik den Gegner vernichten. Diese Wirkungsbetrachtung (obwohl die Techniken ohne Kontakt ausgeführt werden) hat Auswirkungen auf die Technikausführung und auch auf den Gebrauch der technischen Begriffe im Karate-Do. In der Technikausführung wird darüber hinaus geübt, die Distanz zum Gegner zu verkürzen und ihn anschließend zu Boden zu bringen.
  • der mentale Aspekt. In der chinesischen Philosophie haben Yin und Yang eine besondere Bedeutung. Die Gegensätze des Lebens bilden eine Einheit und letztlich die anzustrebende Harmonie. Für das Karate-Do Training bedeutet dies die Anspannung und Entspannung (Yin und Yang) des Körpers in jeder mit Kime geführten Karate-Technik. Die Ausübung von Hunderten Karatetechniken innerhalb eines Trainings bedingt ein Anspannen und Entspannen des Körpers, welches letztlich zu einer großen Zufriedenheit/ Ruhe (Harmonie) führt.
  • Über die Anstrengungen des Körpers wird Einfluss genommen auf den mentalen Zustand des Karate-Kas. Karate-Do zählt zu den „Äußeren Schulen“ der Harmonie (von außen = über den Körper wird das Innere = der Geist beeinflusst )
  • „Karate ist die Herrschaft über die richtige Spannung und Entspannung des Körpers und des Geistes“
<<  Oktober 2019  >>
 Mo  Di  Mi  Do  Fr  Sa  So 
   1  2  3  4  5  6
  7  8  910111213
14151617181920
212223252627
28293031